Die Weserrenaissance

Erfahren Sie mehr über die Weserrenaissance

Architektur der Renaissance im Weserraum

 

Architektur der Renaissance wurde als Wiedergeburt der antiken Baukunst verstanden. Nördlich der Alpen trat sie zuerst im Schlossbau auf. Charakteristisch war die aus Venedig importierte Form der halbkreisförmigen Welschen Giebel (welsch=italienisch). Im Weserraum ist das ab 1524 errichtete Schloss Neuhaus der erste Renaissancebau. Um 1535 entstanden Renaissanceschlösser in Celle und Stadthagen. In den Städten verbreiteten sich die neuen Formen an Rat- und Bürgerhäusern seit 1540. Ab 1560 gewann die Architekturtheorie des antiken Römers Vitruv Einfluss auf das Bauen. Die gedruckten, weit verbreiteten Bücher enthielten Illustrationen, die Bauherren und Baumeister als Anregung dienten. Mit seinen universellen Musterentwürfen prägte der Niederländer Hans Vredeman de Vries den filigranen Baustil der Spätrenaissance. Die steinerne Schlossarchitektur, die oft noch mit figürlicher Plastik geschmückt wurde, war aufwändig und teuer. Sie diente den Fürsten zur Repräsentation ihrer Herrschaft. Oft konkurrierten die Schlösser des niederen Adels mit jenen der Landesfürsten. Schloss Bevern ist dafür ein Beispiel.

Weserrenaissance / Renaissance im Weserraum

Der Begriff Weserrenaissance wurde erst 1912 in der Kunstgeschichte geprägt. Man glaubte, dass die Renaissance an der Weser im 16. Jahrhundert eine eigenständige Stilentwicklung genommen habe. Jüngere Forschungen zeigen dagegen, dass die Renaissance im Weserraum durch überregionale Einflüsse geprägt wurde. Die Bauherren der Schlösser und Bürgerhäuser sowie die hiesigen Künstler nahmen am europäischen Kulturtransfer ihrer Zeit teil.

Wiedergeburt der Antike

 

Das französische Wort Renaissance bedeutet Wiedergeburt. Seit dem 14. Jahrhundert glaubten italienische Humanisten, dass die hochstehende Kultur der griechisch-römischen Antike im Mittelalter verloren gegangen sei. Um zur wahren Kultur zurückzukehren, müsse man die Antike zum Vorbild nehmen. Albrecht Dürer sprach 1523 von der itzigen Wiedererwachsung, er bezeichnete das neue Formideal als antikisch Art. Um 1550 prägte Giorgio Vasari den Begriff rinascita (ital. Wiedergeburt). Zum Stilbegriff wurde das Wort Renaissance 1756 bei Voltaire. Die typischen Schmuck- und Dekorformen der Renaissance gehen auf antike Vorbilder zurück.

 

Wenn Sie mehr zu diesem Thema wissen möchten, dann gehen Sie auf die Seite des Weserrenaissance Museums in Schloss Brake.

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Kontakt

Kulturkreis der Weserrenaissance e.V.
Am Schloss 4
32694 Dörentrup

Tel.: +49 (0) 5265 8909
Mail: info@schloss-wendlinghausen.de